VERSA Verein zur Verhinderung von sexueller Ausbeutung von Kindern im Sport

Gemeinden fordern Präventionsarbeit

Viele Vereine leisten heute gute Präventionsarbeit. Auch unser Verein ist Mitglied bei VERSA und setzt dessen Vorgaben im Bereich Prävention konsequent um. Immer mehr nehmen auch die Kommunen die Vereine in die Pflicht. Wie wichtig das ist, belegt die Kriminalstatistik im Kanton Zürich. Im Schnitt sind an drei Tagen zwei Kinder von sexueller Gewalt betroffen.

Auch wenn die Mehrzahl der Fälle das Familienumfeld betrifft, ist jeder Übergriff einer zu viel. Entsprechend haben auch viele andere Sportvereine in den letzten Jahren gehandelt und die Prävention verstärkt. Dies fordern immer mehr auch die Kommunen. Dabei nutzen sie die sich bietenden Schnittstellen zu den Vereinen. Beispielsweise, wenn Gemeinden Vereine die Jugendsport betreiben finanziell unterstützen. Eine weitere Möglichkeit bietet sich den Kommunen bei der Zuteilung und Vergabe der Sportinfrastruktur. Vereine sind meist lokal ausgerichtet und nutzen deshalb auch lokale Sporteinrichtungen. Genau da sitzen die Behörden an der richtigen Schaltstelle. Die mit der Zuteilung verbundenen „Auflagen“ können dabei sehr verschieden sein: beispielsweise beschränkte Zuteilung oder höhere Mietkonditionen für Vereine, die keine Prävention betreiben.

Beispiel Stadt Zürich: ohne Prävention, kein Geld

Seit einigen Jahren profitieren in der Stadt Zürich nur noch Vereine von städtischen Jugendsportgeldern, die nachweislich Präventionsarbeit betreiben. So wollen es der Zürcher Stadtrat und das Parlament. Die behördliche Auflage: der Verein muss sich einer Institution anschliessen, die sie in der Präventionsarbeit unterstützt und begleitet. Lückenlos alle Vereine, die in Zürich Trainings für Kinder und Jugendliche anbieten, erfüllen heute in der Stadt Zürich diese Forderung. Bei VERSA sind die Mitgliedschaft und die für den Sportverein erbrachten Leistungen kostenlos. Und das ist von VERSA durchaus beabsichtigt. Kein Verein darf allein mit dem Hinweis auf fehlende finanzielle Mittel die Präventionsarbeit verweigern.

Von Sportlern für Sportvereine entwickelt

VERSA wurde auf Initiative der Sportdachorganisation Zürcher Stadtverband für Sport (ZSS) 2001 gegründet. Das von VERSA erarbeitete Massnahmenpaket haben Vereinspraktiker entwickelt. Inzwischen hat es sich hundertfach bewährt. Insgesamt 400 Vereine – nicht nur aus dem Raum Zürich – haben sich VERSA angeschlossen. Dabei arbeitet VERSA eng mit den städtischen und kantonalen Behörden zusammen. Im Vorstand sitzen deshalb neben Verbands- und Vereinsvertretern auch Spezialisten der Kinderschutzgruppen der Stadt- und Kantonspolizei.

Für weitere Informationen oder bei Fragen steht Vereinsleitung und Trainer gerne zur Verfügung. Mehr Infos gibt es auch im Internet unter www.zss.ch, unter der Rubrik VERSA